MeditationEN

Den Blick nach Innen wenden

Die Wissenschaft bestätigt bereits seit Jahren in verschiedenen Studien, dass Meditationen ausserordentlich positive, geistige, emotionale Veränderungen und Vorteile für unser Wohlbefinden und unsere Gesundheit auslösen können. Es wird in den nächsten Jahren überlebensnotwendig sein, eine stabile, innere Mitte, Ruhe und Stille in sich zu fördern und zu stimulieren, da wir in einer Welt leben, in der wir immer mehr Reizen, Ablenkungen und Herausforderungen ausgesetzt sind. Meditation hilft uns, den Fokus und die Konzentration auf das Wesentliche in unserem Leben zu lenken: Auf uns selbst und auf auf unseren Atem.

Es ist die Schulung von Aufmerksamkeit, Achtsamkeit und von Präsenz im Hier und Jetzt. Meditieren ist eine sehr einfache und auf vielen Ebenen hochwirksame Methode, innert Kürze wieder bei sich in der Stille anzukommen. Alles, was wir brauchen, ist unser Bewusstsein und unseren Atem. 

Wenn wir in der Lage sind, innere Widerstände wie Schuld, Scham, Ungeduld, Wut, Angst und Schmerz auszufühlen, bis es sich auflösen wird, werden wir zentrierter, wacher und glücklicher und können das Leben bewusster erfahren.

Unser Gehirn produziert je nach Verfassung und Stimmung unterschiedliche Gehirnströme von 0 - 35 Hertz.

Wir Menschen mit unserem Wachbewusstsein befinden uns leider meistens im hohen Beta-Bereich, was an unserer Lebensführung liegt. Um wirklich tiefgreifende Entspannung zu spüren, müssen wir jedoch in den Alpha oder Theta Bereich gelangen.

Das harmonische Wechselspiel der Frequenzen ist wichtig, damit das Hirn volle Funktionalität erreicht und Höchstleistung erbringen kann. Gamma (nicht erforscht), Beta, Alpha, Theta und Delta Wellen sollten also immer im Wechsel angesprochen werden, um optimale Ergebnisse bei der Steigerung der Gehirngesundheit und Leistungsfähigkeit zu erzielen.

-> Das heisst, nach der Anspannung brauchen wir Entspannung, um im Gleichgewicht von Körper, Geist und Seele zu sein.

Bei 0 befinden wir uns im Tiefschlaf, bei 35 Hertz im Zustand höchster Erregung. 

 

  • im Deltazustand - tiefer Schlaf - erzeugt das Gehirn eine Wellenlänge von 0 - 4 Hertz.

  • im Thetazustand - der Tiefenentspannung und leichter Schlaf - erzeugt das Gehirn eine Wellenlänge von 4-8 Hertz. Bei ca. 7 Hertz liegt die Einschlafgrenze. 

  • im Alphazustand - der Entspannung - erzeugt das Gehirn eine Wellenlänge von 8 - 14 Hertz.

  • im Betazustand - schwacher - starker Erregungszustand - erzeugt das Gehirn 15 - 35 Hertz. 

 

Je höher die Hertzzahl, umso verschlossener der Weg ins Unterbewusstsein. Eine erfolgreiche Beeinflussung des Unterbewusstseins ist nach diesen Erkenntnissen nur im Alpha und Theta-Zustand möglich. Im Zustand der Tiefenentspannung ist das Unterbewusstsein formbar wie Wachs. Im Zustand der Entspannung ist es am Leichtesten, Blockaden zu neutralisieren und neue, positive Antriebe für die Zukunft zu programmieren und zu verstärken. Erkenntnisse aus der modernen Gehirnforschung machen deutlich, dass positive Informationen uns aufbauen, uns befreien, unsere Weiter- und Höherentwicklung (Bewusstsein) stark beeinflussen. 

 

 

Was genau fördert Meditation ?

 

Wissenschaftliche Studien zeigen, dass regelmäßiges Meditieren bei gesundheitlichen Problemen wie Bluthochdruck, hohem Blutzuckerspiegel, hohen Cholesterinwerten, Herzproblemen und Schmerzen helfen kann.

 

Zudem scheint es sich positiv auf das Immunsystem auszuwirken. Versuchspersonen zeigten nach einem mehrwöchigen Meditationstraining außerdem weniger Angstzustände und depressive Symptome. Daneben verbessert es die Gehirnaktivität und macht stressresistenter.

 

Meditation sorgt für mehr Ruhe im Geist, es erhöht die Bewusstheit und Konzentration, unterstützt den Stressabbau und führt zu mehr Gelassenheit. Regelmässige Meditation wirkt sich auf unsere Arbeitsqualität aus: Wir arbeiten erfüllter, präsenter, effizienter, teamfähiger. Sie fördert die geistig-seelische und körperliche Gesundheit, baut Spannungen ab, stärkt Willenskraft und fördert die  Lebensfreude. Sie verbessert Lernfähigkeit, Gedächtnis und konstruktive Problemlösung. Das Gehirn wird regelrecht  zum Fortschritt und zur Höherentwicklung (Bewusstsein) angeregt. Stress und Angst werden reduziert und das autonome Nervensystem stabilisiert. Regelmässige Entspannung stärkt signifikant das Immunsystem, verbessert die Schlafqualität und fördert die Kreativität.

 

 

Was passiert mit unserem Gehirn bei regelmässiger Meditation ?

 

 

  • die Beta - Frequenz (15-38 Hz), bekannt als unsere Logik und unser lineares Denken sowie unser Tun, wird auf die Vielzahl weiterer Frequenzen ausgeweitet

  • Delta (0.5 - 3 Hz) schenkt uns sehr stille Momente, lebenswichtige Regeneration für den gesamten menschlichen Organismus, den wir normalerweise nur im Tiefschlaf erreichen

  • Theta (4-7 Hz) ist tiefe Entspannung und eine heilende Frequenz  und stärkt unseren Zugang zu unserem Unterbewusstsein sowie zu unserer Intuition. Es öffnet uns für unser wahres Potenzial, wo Selbsterkenntnisse und Selbstheilungskräfte aktiviert werden

  • Alpha (8-14 Hz) ist Entspannung und fördert Flow und Kreativität

  • die Gamma (38 Hz+) Frequenz ist noch unerforscht und steht für All-Eins-Sein und für unser Mitgefühl

  • der präfrontale Cortex, das Zentrum unserer Willenskraft, wird gestärkt

  • die Zellen im Hippocampus, die für Bewusstsein, Mitgefühl und Selbst-Einsicht stehen, verdichten sich

  • die Zirbeldrüse / Epiphyse wird gestärkt. Sie ist ausserordentlich wichtig ist für unsere körperliche, geistige und seelische Gesundheit, ist ein winziges Organ in der Mitte des Gehirns und wird in der Ent-spannung angeregt. Die Zirbeldrüse hat sich im Laufe der Evolution stark zurückgebildet. Sie ist von ihrer ursprünglichen Grösse von ca. 3 Zentimetern auf wenige Millimeter geschrumpft. Das liegt sicher zum einen auch daran, dass wir unserem natürlichen Lebensrhythmus nicht mehr folgen. Gemässst René Descartes (1596–1650) ist die Zirbeldrüse der Sitz der Seele.

 

Meditation stimuliert den Parasympathikus

 

Der Parasympathikus ist der Gegenspieler des Sympathikus und ist ein Teil des autonomen Nervensystems. Es heißt deshalb autonom, weil wir diesen Teil des Nervensystems nicht bewusst steuern können, hier zu zählen zum Beispiel Funktionen wie das Atmen, verdauen oder schwitzen.

 

Wenn wir im Zustand der Entspannung sind, also der Parasympathikus aktiviert ist, werden Hormone aktiv, die dem Stress entgegenwirken. Durch weniger Stresshormone werden unsere Zellen geschützt und wir bleiben mitunter deswegen gesund. Eine Zelle, die gestärkt ist und genug Sauerstoff bekommt, ist viel energiereicher und abwehrstark!

 

 

Der Parasympathikus ist dafür verantwortlich, dass dem Körper Entspannung und Ruhe zuteil wird. Er sorgt dafür, dass körpereigene Reserven aufgebaut werden, der Körper sich regeneriert und stärkt somit die Leistungsfähigkeit des Körpers immer wieder neu. Dies  nennt man die trophotropen Aufgaben des Parasympatikus. Wenn der Parasympathikus zum Einsatz kommt, senkt sich der Blutdruck, die Verdauungsaktivität steigt und die Herzfrequenz vermindert sich.

 

Der Sympathikus übernimmt die ergotropen Aufgaben. Er sorgt dafür, dass der Körper ständig leistungsbereit ist und beispielsweise in Stress und Gefahrensituationen sofort handlungsbereit ist. Der Sympathikus treibt den Körper zu Höchstleistungen an.

 

Der Parasympathikus ist - genau wie der Sympathikus - kein einzelner Ort im Körper, sondern über eine größere Fläche verteilt. Er ist ein kraniosakrales System. Seine Ursprungszellen liegen im Kopfbereich und im Bereich des Kreuzbeins, das den untersten Teil der Wirbelsäule ausmacht.

 

Ist das Wechselspiel zwischen Parasympathikus und Sympathikus gestört, kann es zu gesundheitlichen Problemen und damit zur Einschränkung der Lebensqualität kommen.

 

Daher ist es von grosser Bedeutung, die Balance von Anspannung und Entspannung zu kultivieren, um im Gleichgewicht der geistigen, seelischen und körperlichen Gesundheit zu sein.